A propos du 7e forum social mondial de Nairobi
25. Januar 2007
Schlusskundgebung des WSF. Noch einmal kommen Tausende im Uhuru-Park zusammen. Musik und Tanz aus Afrika und Indien begeistern noch einmal alle. Ausgelassene Stimmung nach vier Tagen Debatten, Podien und Workshops. Voten der Solidarität, hinweg über alle Grenzen, welche die Globalisierungsgewinner zwischen den Menschen ziehen wollen. Solidarität mit den Völkern Palästinas, des Irak,
Somalias. Solidarität im Kampf gegen Aids: “A world without AIDS is possible!”
Solidarität mit den ArbeiterInnen weltweit - der Slogan ”Decent Work for a Decent Life“ schallt über das weitläufige Gelände. Solidarität mit dem Kampf der Frauen gegen Diskriminierung, wo und wie auch immer sich diese manifestiert.
Solidarität mit Afrika, dem Kontinent, den viele nur mit den drei „K“ (Krieg, Krisen und Krankheit) assoziieren, dabei steckt in ihm doch so viel Leben, Kraft und Wille zum Aufbruch.
Danke Nairobi, danke Kenya, danke Afrika für dieses wundervolle und hoffungsvolle Weltsozialforum 2007! ASANTE SANA !!!
Kenneth Kaunda, der frühere Präsident Sambias, hat vor fünf Tagen das Weltsozialforum eröffnet. Und noch einmal tritt er auf, heute, zur Abschlussveranstaltung: „I’m happy to be with you. I’m proud of you all. You will bring an important message back home in your countries”. Dann wünscht er den Teilnehmenden, einige Zehntausend sind noch versammelt, eine gute Heimreise.
Danach ein Aufruf der Organisatoren: die Leute aus der Delegation von Khanya College sollen sich schnell zum Ort begeben, wo die Busse warten, um sie in ihre Unterkünfte ausserhalb Nairobis zu fahren. Dreihundert Leute hat SAH-Partner Khanya College aus Südafrika nach Nairobi ans WSF gebracht. Wir trafen sie in Workshops und sie sind unsere Partner in der Kampagne “Decent work for a Decent Life”.
Eine kleine Delegation aus Moçambique ist im Privatauto angereist; letzte Woche von Dienstag bis Donnerstag sind sie praktisch durchgefahren, haben nur hie und da im Auto angehalten, um zu schlafen. Die Strassen sind schlecht und darum geht es langsam vorwärts. Der SAH-Koordinator aus Moçambique, Jorge Lampiao, ist hier mit Landsleuten in Kontakt gekommen und sie haben vereinbart, sich zuhause wieder zu treffen. An einem gemeinsamen Moçambique-Forum möchten sie über Nairobi berichten und Folgeaktivitäten daraus koordinieren.
Auch andere afrikanische Länder sind gut vertreten. In Workshops hörte ich Voten von Männern und Frauen aus Burkina Faso, aus Ghana, aus Guinea, Äthiopien, Eritrea, Marokko, Nigeria… und natürlich Kenya. Ich traf sie vor allem in Workshops zu Arbeitsrechten, zu Migration und zu „Staat und Demokratie“. Was quasi transversal durch alle diese Themen hindurch geht, ist einerseits das Erbe aus der Geschichte von Sklaverei und Kolonisierung. Andererseits natürlich die Globalisierung, die Afrika bisher kaum eine Chance gelassen hat! Dabei geht es nicht einfach darum, Missstände anzuprangern. Es geht um Analyse und um Strategie. Die Leute, die ich hier treffe, haben dazu viel zu sagen.
Unsere Kollegin Liliane Mauri-Pasquier hat schon an mehreren Weltsozialforen teilgenommen, auch in Porto Allegre. Dieses hier sei ein besonderes: im Gegensatz zu früheren Foren seien diesmal starke Vertretungen aus Afrika dabei. Eine absolute Notwendigkeit angesichts der Tatsache, dass Afrika der Kontinent ist, der weitaus am stärksten von Armut, Krankheit und Hunger betroffen ist.
Ein anderer Schweizer Kollege, Urs Seckinger vom Solifonds, zieht zum WSF ebenfalls eine positive Bilanz. Für ihn wurde gegenüber früheren Foren weniger einfach Missstände angeprangert, sondern es wurde lösungsorientiert diskutiert, Strategien und Aktionen wurden entwickelt.
Ja, und dann hatten wir natürlich auch eine Reihe von guten, spannenden Begegnungen mit Menschen aus anderen Kontinenten. Zum Schluss noch dieses Aperçu: aus Venezuela ist eine Delegation mit 64 TeilnehmerInnen angereist. An der Abschlussveranstaltung sind nur noch einige wenige von ihnen anwesend, die auf eigene Faust heimreisen werden. Die anderen mussten etwas früher zurückfliegen: Der Präsident hatte der WSF-Delegation „El avion del Presidente“ zu Verfügung gestellt und braucht es jetzt wieder.
Es brodelt in der Mittaghitze rund um das Moi-International– Stadion. Die Rhythmen afrikanischer Trommeln lassen das Zwerchfell fibrieren. Überall tanzen bunt gekleidete Frauen, Männer und Kinder und verbreiten eine gute, ja fast euphorische Stimmung. Eine andere Welt ist möglich! Wasser ist jetzt zum halben Preis zu kaufen. Auch an den Ständen wird rege gehandelt. Alles muss weg!
In einem kühlen Raum im Stadion drin geht es ebenfalls hitzig zu. Parlamentarier und auch ein paar Parlamentarierinnen aus allen möglichen Ländern suchen nach einer gemeinsamen Botschaft. Die Übersetzung funktioniert nicht. Einer echauffiert sich in einer viel zu langen Rede über die Unhaltbarkeit der europäischen Handelsabkommen mit Afrika, während andere in kleinen Gruppen mehrsprachig und heftig über die Formulierungen im vorliegenden Entwurf zum Irak-Krieg, zum IWF und zur WTO diskutieren.
Ich erobere mir ein Exemplar des umstrittenen Papiers. Finde darin keine Aussage zu Arbeitsrechten im Sinne von „Decent Work for a Decent Life“, und kein Wort zu den Forderungen der Frauen. Dabei ist gerade die prekäre Situation vieler Frauen in den vergangenen drei Tagen überall in Erscheinung getreten, und daraus leiten sich viele Forderungen für eine andere Welt ab.
Doch wo sind sie geblieben, die Forderung nach menschenwürdigen Arbeits- und Lebensbedingungen für Frauen und Männer? Wie kann ich sie in diesem Durcheinander wieder zum Thema machen? Ich suche Verbündete. Zum Beispiel die Präsidentin der österreichischen Grünen. Da kann man sich sogar auf Deutsch verständigen - das macht es einfacher. Doch die Grünen wollen an eine Demo und verlassen das bunte Treiben. Der nette, für Genderanliegen sensibilisierte Holländer, den ich tags zuvor kennen gelernt habe, freut sich über mein Engagement. Aber er will “sich da nicht einmischen”.
Schliesslich bitte ich den Genfer Grossrat Jean Rossiaud, der - obwohl Grüner - nicht zur Demo gegangen ist, sich mit seinem Gewicht als Nationalrat und Mann einzusetzen und wenigstens die IAO-Normen zu den Arbeitsbedingungen für Männer und Frauen in die Botschaft der Parlamente einzubringen, binde mein Kopftuch gegen die erbarmungslose Sonne um und lass mich in der Menge der Tanzenden und handelnden Menschen treiben.
Die Veranstaltung sei dann doch noch ganz interessant geworden berichtet mir Jean am Abend. Und die IAO-Standards seien jetzt im Text enthalten. Das hilft den Frauen auch schon ein Stück weiter, wenigstens denen, die eine Arbeit haben, und wenn sich das eine oder andere Parlamentsmitglied bei seiner Arbeit zuhause vielleicht wieder daran erinnert.
So oder so: Dank Jean! Dieses und die Deklarationen zu den 21 anderen Themen des WSF 2007 werden heute Nachmittag an der Schlusskundgebung verlesen und sollen auf der Webseite aufgeschaltet werden.
Das WSF steht am vorletzten Tag. Da bietet sich schon fast der Blick zurück an – und der soll an dieser Stelle den kleinen, aber aussagekräftigen Gegebenheiten gewidmet sein.
Am dritten Tag haben sich die vor den Toren des WSF protestierenden SlumbewohnerInnen und das WSF-Organisationskomitee geeinigt, dass alle freien Zugang zu den Veranstaltungen haben. Niemand mehr muss die umgerechnet 10 Franken Eintrittsgebühr bezahlen. Auch die KleinhändlerInnen nutzen dies und so sieht es am WSF heute aus wie auf einem grossen Markt – Markt der Ideen für eine andere Welt, aber auch der holzgeschnitzten Elefanten, bunten Tücher und Armreifen. Und so viele Essstände, dass es zum elitären Windsor genug Alternativen gibt.
Der Blick voraus: Quo vadis WSF? Dass nur 50 000 statt der erwarteten 100 000 teilgenommen haben, hat den Diskussionen nichts an inhaltlicher Qualität genommen. Aber es hat Kritik hervorgerufen, das Forum in Nairobi – draussen vor den Toren der Stadt in einem Sportkomplex – sei isoliert von lokalen Kämpfen und Initiativen über die Bühne gegangen. Und es sei, gerade wegen seiner Vielfalt, nicht klar genug fokussiert und verliere sich in unzähligen Workshops und Diskussionen.
Einige TeilnehmerInnen fordern eine klarere politische Stossrichtung mit deutlichen Stellungnahmen und Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Unmöglich, das nimmt dem Forum seinen besonderen Charakter, so der Einwand. So werden die Organisatoren morgen bei der Abschlusskundgebung wohl eine salomonische Lösung finden. Alle von den Workshops ausgearbeiteten Vorschläge und Positionen werden vertreten sein. Und damit keine …
Das wichtigste Gebot für Greenhörner auf Keniareise, so wurde mit gesagt, sei Vorsicht. Vorsicht auf der Strasse: Linksverkehr! Vorsicht auf den Geldbeutel, Vorsicht mit offen getragenem Schmuck. Vorsicht beim Essen: nichts Rohes, nichts Ungeschältes. So bin ich dann auch immer ganz vorsichtig und gehe nachts nicht allein auf die Strasse. Es verlockt mich auch nichts dazu, denn die Strassen sind stockdunkel. Schon schwieriger ist es, sich abzugewöhnen, beim Überqueren der Strasse nach rechts zu schauen, während die Autos von links heranbrausen.
Kein Problem hingegen ist es, sich beim Essen vorsichtig zu verhalten. Die Sandwichverkäuferinnen habe ich immer freundlich, aber bestimmt abgewiesen, habe ich doch gesehen, wie sie Fleisch und Salat von blossen Händen auf die Brote schichten. Da halte ich mich schon lieber an den kenianischen Kartoffelbrei, mit Mais vermischt und etwas gekochtem Gemüse. Die Mamas kochen und rüsten gleich alles frisch vor Ort. Der Duft ist wunderbar, zumindest wenn man hungrig ist. An einem Stand bediene ich mich von den dargebotenen Köstlichkeiten – nur gut Gekochtes - und stille meinen Hunger.
„Mama“, das heisst Frau auf Suaheli, „you like a juice?“ „Oh yes please!“ rufe ich begeistert, denn der Kartoffelstock klebt an meinem Gaumen. Der Juice ist Sirup. Herrlich rinnt er die Kehle hinunter. Was für eine Wohltat. Ups! Was das wohl für Wasser war? Zu spät! In den nächsten Stunden beobachte ich meinen Magen und meinen Darm sorgenvoll. Nichts. Es geht mir blendend. Vielleicht ist der eindringliche Vorsichtsappell doch etwas übertrieben, denke ich, und beginne meinen Aufenthalt so richtig zu geniessen. Schade, dass das Forum schon langsam dem Ende zugeht, jetzt da ich mich an dieses Leben hier gewöhnt habe!
Fussball ist heute vor allem Kommerz. Die FIFA verdient sich eine goldene Nase daran. Die Fussball-WM 2010 in Südafrika soll aber allen SüdafrikanerInnen zugute kommen, nicht zuletzt den Zehntausenden von Bauarbeitern, die Stadien und öffentliche Infrastruktur bauen und dafür sorgen, dass das Massenspektakel überhaupt steigen kann. Für rund 5 Milliarden Franken sind Bauvorhaben in Südafrika geplant. GewerkschafterInnen aus Afrika und Europa haben heute am Weltsozialforum die Kampagne „Fair Games – Fair Play“ lanciert und der FIFA ein Memorandum überreicht.
Die Forderungen sind:
- die FIFA muss mit den Gewerkschaften in Dialog treten und faire Arbeitsbedingungen, gerechte Löhne, gute Arbeitsschutzbestimmungen und gewerkschaftliche Rechte garantieren,
- die FIFA soll sich dem Ziel „Null Arbeitsunfälle auf Baustellen“ verschreiben und alles in ihrer Kraft stehende tun, dies einzuhalten,
- die Unterakkordanten der grossen Baufirmen müssen die gleichen Vorschriften und Regelungen einhalten wie die Generalunternehmung.
Und da die FIFA in Zürich sitzt, werden die Gewerkschaften in der Schweiz Druck auf Sepp Blatter ausüben, so Vania Alleva von der UNIA. Die Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich ist ein idealer Moment dafür. Denn: „Wir können nicht akzeptieren, dass die Ausbeutung der ArbeiterInnen und Tote auf der Baustelle der Preis für das Fussballspektakel sind!“
Die Lancierung der Kampagne „Decent Work for a Decent Life“ hat heute morgen mit einer grossen Podiumsdiskussion einen Höhepunkt erreicht. Dabei ist es unserer Unia-Vertreterin Vanja Aleva gelungen, die Schweizer DWDL-Kampagne ausgezeichnet zu präsentieren.
Ein Redner meinte: „Football is socialism without policy.“ Mag sein. Es stellt sich die Frage, ob Fussball auch Sozialismus ohne Frauen ist. Diesen Eindruck jedenfalls hinterliess das Podium. Denn von Frauen war nicht die Rede.
Aber Frauen sind von Fussball betroffen. Frauen sind vom Fussball begeistert. Frauen spielen auch Fussball. Und - Frauen werden im Zusammenhang mit Fussball ausgebeutet. Nur die Fifa interessiert das wenig. Und die Medien müssen erst informiert werden darüber. Fakt ist: Wo grosse Fussballereignisse wie die EM 2008 in der Schweiz oder die WM 2010 in Südafrika über die Bühne gehen, ist auch die Nachfrage nach sexuellen Dienstleistungen gross. Viele der Sexworkers werden zu ihrer Arbeit gezwungen. Sie sind Opfer von Menschenhandel, müssen ihre Arbeit ohne jeden Schutz verrichten und werden ihrer persönlichen Rechte beraubt. Das ist Sklaverei und wurde schon seit 200 Jahren verboten!
Der Menschenhandel wird über starke weltweite kriminelle Organisationen abgewickelt. Und es wird im grossen Stil Geld verdient damit. Ich meine, das Thema „Menschenhandel, Frauenhandel“ gehört in eine internationale Kampagne, die sich menschenwürdige Arbeitsverhältnisse für ein menschenwürdiges Leben zum Ziel gesetzt hat.
PS: Am Fussballmatch, der zur Eröffnung der Kampagne im Fussballstadion von Nairobi statt gefunden hat, haben 5 Frauen und 21 Männer teilgenommen. Die Frauen haben ein Drittel der Tore geschossen.
Quel meilleur lieu que le forum social mondial pour lancer la campagne internationale pour un travail décent dans le cadre de la coupe mondiale de football qui aura lieu en 2010 en Afrique du Sud !
Il est en effet grand temps de thématiser cette problématique très importante, en profitant de l’intérêt médiatique et public pour le football, si l’on veut pouvoir jouer un rôle sur les conditions de travail aussi bien dans le secteur formel et informel et ceci d’autant plus dans un pays qui compte 50% de personnes sans travail et 20% de personnes HIV positives, ce qui les rend particulièrement vulnérables !
Il faut agir, bien évidemment, dans le secteur de la construction, pour que les travailleurs – et les travailleuses s’il y en a – bénéficient de contrats en bonne et due forme mais aussi de conditions de travail sûres car, sans cela, la pression du temps risque d’être source de nombre d’accidents graves voire mortels. Nous ne sommes sans doute pas d’accord de payer ce prix-là pour vibrer aux exploits de « nos » équipes ! Mais il faut aussi veiller aux conditions qui seront faites aux personnes qui seront engagées à titre temporaire, sans oublier les femmes qui ont de grands risques d’être victimes de trafic et les conditions d’exercice du plus vieux métier du monde!
Il y a bien sûr aussi la question du travail des enfants puisque les consommatrices et consommateurs ne veulent plus voir de ballons cousus par ces petites mains ! Mais, si on veut vraiment interdire ce travail, il faut vraiment agir sur les conditions de travail des parents car ceux-ci, comme tous les parents du monde, préfèrent évidemment voir leurs enfants se former sur les bancs d’une école – avec, bien sûr, des petites classes et des enseignant-e-s bien formé-e-s – que travailler pour une misère parce que c’est juste une question de survie !
Moment émouvant, moment fort que celui de la signature d’une déclaration à l’attention des autorités sud-africaines pour porter nos revendications, moment fort que celui de cette réunion d’œuvres d’entraide, de syndicats et de forces politiques progressistes, tous représentés par une grande banderole rouge portée par toutes les personnes présentes, les trois banderoles s’unissant pour n’en former plus qu’une.
Et puis aussi une certaine fierté de voir une syndicaliste suisse, Vania Alleva, représenter l’Europe à la table des intervenant-e-s, de voir une autre membre de notre délégation, la co-présidente des femmes socialistes suisses Julia Gerber Rüegg défendre avec conviction les droits des femmes et d’entonner avec nos camarades « O, bella ciao », sans même parler de la participation active de Remo et de Giovanni au match amical qui a clôt cette manifestation. Beaux et forts moments de solidarité, ici à Nairobi.
Eine Vernissage mit Schweizer KünstlerInnen am Weltsozialforum? Ja, das gibt es! Die 21 Malerinnen und Maler sind jung und kommen aus Kolumbien, Kenia, Tansania, Mosambik, Südafrika und eben, aus der Schweiz. “Terre des hommes” Schweiz brachte sie zusammen. Gemeinsam reflektierten sie ihre Vergangenheit, ihre Wünsche und ihre Zukunft.
Das Ergebnis dieses Austausches über die drei Kontinente hinweg: Selbstvertrauen und Selbsterkenntnis. Sie finden Ausdruck in lebensgrossen Selbstbildnissen – eben Bodies – auf grossen Leinentüchern. Schüsselwörter, manchmal gross und deutlich, manchmal fein und scheu, sind um das Bild des eigenen Körpers angeordnet – die Vergangenheit rechts, die Zukunft links. Die “Bodies” erzählen dem Betrachter, der Betrachterin verschiedene Geschichten.
Eine junge Frau aus Afrika will all das Schlechte, das sie erlebt hat, Armut und Missbrauch, vergessen. Der junge Mann aus Basel will nicht vergessen, doch er möchte sich lösen von der Familie, die ihm gute Startchancen bereitet hat. Beide wollen sie aufbrechen in eine zwar ungewisse, aber glückliche Zukunft: Geld und Familie, Liebe und Geborgenheit sind die Stichworte dafür.


Jorge Lampião und Liliane Maury Pasquier im Publikum, Giovanni Giarrana am Rednerpult